THKI
Die TH Köln stellt ihren Hochschulangehörigen einen eigenen, kostenlosen und datenschutzkonformen Zugang zu aktuellen KI-Modellen bereit – THKI mit zwei unterschiedlichen Zugangswegen: THKI Chat erlaubt die Nutzung der Modelle im Chat-Interface, THKI API öffnet sie für den Einsatz darüber hinaus.

Kurz erklärt: Was ist THKI?
THKI ist das Angebot der TH Köln, Zugang zu KI-Modellen für alle Hochschulangehörigen bereitzustellen – für Lehrende, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, Studierende und Verwaltungsangestellte. Kostenlos, datenschutzkonform und auf Basis des landesweiten Zugangs KI:connect.nrw im Projekt KI:edu.nrw.
THKI verfügt über zwei Zugangswege:
- THKI Chat – die Bereitstellung der Modelle in einem geschützten Chatinterface (Weboberfläche). Hier stellen Sie Anfragen an aktuelle KI-Modelle, laden Dateien hoch und arbeiten im Dialog.
- THKI API – der Zugang über das Interface hinaus: Den dafür nötigen API-Schlüssel erstellen Sie direkt im THKI Chat. Mit diesem Schlüssel nutzen Sie anschließend dieselben Modelle in anderen Umgebungen – etwa in Programmierumgebungen, Skripten oder eigenen Anwendungen. So wird die Infrastruktur breiter nutzbar.

FAKTEN
Link: https://ki.th-koeln.de
Login: mit campusID
Basis: KI:connect.nrw, Modellanbindung über GWDG und OSKI.nrw
TECHNISCHE VORAUSSETZUNGEN
– Netzwerk der TH Köln, ggf. VPN-Verbindung
– Laptop, Smartphone oder Tablet
– Browser, keine App benötigt
Warum verschiedene KI-Modelle?
THKI bietet bewusst nicht nur ein Modell, sondern eine Auswahl. Modelle unterscheiden sich in Tempo, Tiefe, Fähigkeiten, Souveränität und Kosten – und liefern auf dieselbe Frage unterschiedliche Antworten. Es gibt also nicht das eine beste Modell, sondern das jeweils passende. Wer Modelle wechselt und vergleicht, schult eine zentrale KI-Kompetenz – das kritische Beurteilen von Ergebnissen (im AI-Fluency-Framework „Discernment“ genannt): Erst im Vergleich werden blinde Flecken sichtbar. Wo Antworten auseinanderlaufen, lohnt der zweite Blick – etwa auf Halluzinationen oder einseitige Darstellungen.
Warum das so ist und wie Sie es gezielt nutzen, lesen Sie im Begleitartikel „The Model is the Message“.
THKI Chat
Welche Modelle stehen zur Verfügung?
Das Portfolio bündelt Modelle aus drei Infrastrukturen. Die Quelle bestimmt, wo die Verarbeitung stattfindet, wie souverän das Modell betrieben wird und ob Kosten entstehen.
OSKI.nrw (über RAMSES) – souveräne Inferenz auf dem Hochleistungsrechner RAMSES in Köln (Universität zu Köln), unbegrenzte Nutzung:
- GPT OSS 120B (Reasoning, mathematisch-logische Aufgaben)
- Mistral Small 4 119B (leistungsstarkes offenes Modell)
GWDG – proprietär (OpenAI über Azure) – die leistungsfähigsten kommerziellen Modelle, mit Nutzungs-Limits:
- GPT- 5.5 (für anspruchsvolle Aufgaben)
- GPT- 5.4 mini (schnelles und kleines Modell)
GWDG – Open Source (über KISSKI) – offene Modelle, in Deutschland gehostet, unbegrenzt nutzbar:
- Gemma 3 27B (effizientes offenes Modell)
- GLM- 4.7 (für Coding)
- Apertus 70B (vollständig offenes Modell)
- Qwen 3.5 397B (größtes offenes Modell)
- Qwen 3 Omni 30B (multimodales Modell)
Hinter den Modellen stehen unterschiedliche Entwickler:
OpenAI (GPT-Modelle), Google (Gemma), Z.ai (GLM), Swiss AI (Apertus), Alibaba Cloud (Qwen) und Mistral AI.
Schritt für Schritt
Funktionsumfang
- Texterstellung und -verständnis
- Wechsel zwischen mehreren Modellen
- Editierbare Prompts und durchsuchbarer Chatverlauf
- Datei-Upload (PDF, Bilder, Audiodateien je nach Modell) sowie Bild- und Dokumentverarbeitung (Vision/OCR)
- Mehrsprachige Fähigkeiten
- Output-Formatierung mit Markdown und Syntax-Highlighting
Einsatz
THKI API
Mit THKI API nutzen Sie dieselben Modelle außerhalb der Weboberfläche – zum Beispiel in einer Programmierumgebung wie VS Code, in eigenen Skripten oder Anwendungen. So lässt sich KI direkt in den eigenen Arbeits- und Forschungskontext integrieren und die Infrastruktur breiter einsetzen.
Der Ablauf in Kürze: Sie erstellen Ihren persönlichen API-Schlüssel im THKI Chat (Weboberfläche) und hinterlegen ihn anschließend in der Umgebung Ihrer Wahl. Damit greifen Ihre Skripte und Anwendungen auf dieselben Modelle zu wie im Chat.
Virtuelle API-Schlüssel werden zentral in KI:connect.nrw verwaltet und vermitteln dort den Zugriff auf die angebundenen Modelle – die Kontrolle bleibt bei der Hochschule. Es gelten dieselben Limits wie im Webinterface.
Hinweis: Die API-Schlüsselverwaltung ist derzeit testweise für alle Hochschulbeschäftigten freigeschaltet. Für Studierende steht dieses Feature aktuell nicht zur Verfügung.
- Erstellen & verwalten: im Nutzermenü unter „API-Schlüsselverwaltung“
- Endpunkt: https://chat.kiconnect.nrw/api/v1
- Anleitung: Virtuelle API-Schlüssel in KI:connect
Schritt für Schritt: API-Key erstellen
- Bei THKI Chat anmelden: https://ki.th-koeln.de (Login mit campusID).
- Unten links im Nutzermenü (Klick auf Ihren Namen) öffnen.
- „API-Schlüsselverwaltung“ auswählen.
- Im Dialog ggf. die passende Nutzergruppe wählen und einen Schlüsselnamen vergeben.
- Auf „Schlüssel erstellen“ klicken.
- Den erzeugten Schlüssel kopieren und sicher aufbewahren.
- In Ihrer Anwendung den Endpunkt https://chat.kiconnect.nrw/api/v1 und den Schlüssel eintragen – die Schnittstelle ist OpenAI-kompatibel.
- Den passenden Modellnamen (API Model Name) entnehmen Sie der Modellübersicht.
Bestehende Schlüssel sehen und löschen Sie jederzeit in derselben Ansicht. Es gelten dieselben Limits wie im Webinterface. Eine detaillierte Anleitung zur Nutzung Ihrer virtuellen API-Keys steht Ihnen hier im PDF-Format zum Download bereit.
Embeddings für eigene Anwendungen: Über die API stehen zusätzlich die Embedding-Modelle Qwen3 Embedding 8B und E5 Mistral 7B Instruct bereit (OSKI.nrw). Sie wandeln Text in Vektoren um und eignen sich für semantische Suche, Klassifikation oder eine eigene Wissensdatenbank (RAG) – auf Ihren eigenen Daten, ohne dass ein zentrales RAG betrieben werden muss.
Datenschutz & Barrierefreiheit
Das THKI-Webinterface ermöglicht eine Pseudonymisierung der Kommunikationsdaten (z. B. Kennung, IP-Adresse) über KI:connect.nrw. Die angeschlossenen Dienste können Inhalte nicht der einzelnen Person zuordnen. KI:connect wird von der RWTH Aachen gehostet und ist seit dem Frühjahr 2025 für alle öffentlich-rechtlichen Hochschulen frei verfügbar.
Wie und wo Ihre Eingaben verarbeitet werden, hängt vom gewählten Modell ab:
– Offene Modelle (GWDG/KISSKI und OSKI.nrw/RAMSES) werden auf Servern in Deutschland bzw. NRW betrieben; ein Datentransfer an die Modellhersteller findet nicht statt.
– Kommerzielle Modelle (OpenAI) werden über die GWDG-Anbindung via Microsoft Azure im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen verarbeitet.
Wo ein Modell verarbeitet wird (Deutschland, EU oder global), ist bei der Modellauswahl an den Icons erkennbar. Maßgeblich sind die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Grundsätzlich gilt: Geben Sie keine datensensiblen oder personenbezogenen Inhalte in den Dienst ein.
Alle Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie in der Erklärung zur Barrierefreiheit von KI:connect.nrw.
Handreichungen
Die Handreichung für Studierende (PDF) greift die wichtigsten Aspekte auf und bietet Orientierung.
Die Handreichung für Lehrende (PDF) beschreibt einen reflektierten Umgang mit KI in der Hochschullehre.
Beide werden kontinuierlich aktualisiert.
Wie Sie richtig prompten
Unsere Promptanleitung (PDF) fasst kurz zusammen, worauf es ankommt. Verschiedene Wege führen zum Ziel – in unserem Dokument zu Promptstrategien (PDF) erklären wir mehrere Ansätze.
Grundlagen zu KI: Eine interaktive Einführung bietet der Selbstlernkurs KI Basics, zugänglich für alle Hochschulangehörigen.
Praktische Hinweise
Tauschen Sie sich aus! Das Themenfeld Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant. Im Space KI@THK können Sie mitdiskutieren und sich informieren.
Irgendwelche Fragen?
Dann wenden Sie sich direkt an digitalelehre@th-koeln.de!

