Studiengänge mit Curriculumwerkstätten entwickeln

Eine Curriculumwerkstatt bietet einen strukturierten Rahmen für die Entwicklung und Weiterentwicklung kompetenzorientierter Studiengänge. Ausgehend von den Zielen des Studiengangs und relevanten Anforderungen wird ein Absolvent*innenprofil entwickelt. Darin werden zentrale Handlungsfelder – als charakteristische Denk- und Handlungsweisen fachlicher Praxis – sowie die Kompetenzen formuliert, die Absolvent*innen im Studium entwickeln. In einer Modulmatrix wird anschließend sichtbar, wie die angestrebten Kompetenzen über die Module hinweg systematisch und aufeinander aufbauend entwickelt werden.

Kurz erklärt: Was ist eine Curriculumwerkstatt?

Ein Curriculum kompetenzorientiert zu konzipieren, ist eine komplexe Aufgabe. Im Ergebnis bedeutet das: Studiengangs- und Modulziele sind aufeinander abgestimmt, der Workload ist so verteilt, dass das Studium studierbar ist, Lernprozesse werden im Laufe des Studiums komplexer, alle beteiligten Kolleg*innen stehen im konstruktiven Austausch miteinander. Der Prozess der Curriculumwerkstatt trägt diesen Anforderungen Rechnung, indem er einen strukturierten Rahmen für die gemeinsame Gestaltung, Abstimmung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Curriculums schafft.

Was leistet eine Curriculumwerkstatt?

Wird ein Studiengang neu entwickelt oder grundlegend weiterentwickelt, bietet eine Curriculumwerkstatt einen strukturierten Rahmen für die gemeinsame curriculare Gestaltung. In aufeinander abgestimmten Schritten werden Studiengangsziel, Absolvent*innenprofil, Curriculum sowie Lehr-, Lern- und Prüfungsorganisation aufeinander bezogen.

Im Ergebnis entsteht ein Curriculum, das sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  • Das Profil des Studiengangs ist klar erkennbar. Es ist transparent, wozu der Studiengang qualifiziert und welche Kompetenzen Absolvent*innen im Studium entwickeln.
  • Das Curriculum weist einen roten Faden auf. Module und Studienphasen stehen nicht unverbunden nebeneinander, sondern leisten aufeinander abgestimmte Beiträge zum Absolvent*innenprofil.
  • Fach- und Handlungslogik werden miteinander verbunden. Disziplinspezifische Wissensbestände, Theorien und Methoden werden nicht isoliert vermittelt, sondern für die Bearbeitung fachlich relevanter Fragestellungen und Anforderungen nutzbar gemacht.
  • Lehren, Lernen und Prüfen sind aufeinander abgestimmt. Learning Outcomes, Lehr-Lern-Aktivitäten und Prüfungen greifen im Sinne des Constructive Alignment ineinander. Mit Hilfe von kompetenzorientierten Prüfungen wird das geprüft, was gelernt werden sollte.
  • Das Curriculum ist studierbar. Workload, Prüfungen, Lerngelegenheiten und Übergänge zwischen Modulen und Studienphasen werden in ihrem Zusammenspiel betrachtet und aufeinander abgestimmt.
  • Lehre wird als gemeinsame Aufgabe bearbeitet. Lehrende stimmen Module aufeinander ab, kennen deren Funktion im Studienverlauf und übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Kompetenzentwicklung der Studierenden.
  • Das Curriculum ist anschluss- und weiterentwicklungsfähig. Ziele und Gestaltungsentscheidungen sind transparent und können im jährlichen Curriculum Review anhand von Daten sowie den Perspektiven von Studierenden und Lehrenden regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden.

Was beinhaltet eine Curriculumwerkstatt?

Eine Curriculumwerkstatt enthält vier Meilensteine und eine jährliche Qualitätssicherungsschleife.

Rollen in der Curriculumwerkstatt

Die Curriculumwerkstatt lebt vom Zusammenspiel unterschiedlicher Akteursgruppen, die jeweils eine klar definierte Rolle im Entwicklungsprozess übernehmen. Während das Kernteam den Gesamtprozess steuert, baut das Entwicklungsteam den Studiengang inhaltlich auf und stimmt die Entwürfe mit dem gesamten Studiengangsteam ab, das Rückmeldungen gibt und die Ergebnisse später umsetzt. Das ZLE-Team begleitet den Prozess mit hochschuldidaktischer Expertise.

Kernteam – Prozesssteuerung
Das Kernteam – in der Regel die Studiengangsleitung + ein bis zwei Personen – verantwortet die Organisation und Steuerung des Akkreditierungs- bzw. Studiengangentwicklungsprozesses. Es plant Termine und Meilensteine, koordiniert die Kommunikation zwischen allen Beteiligten, begleitet den Gremienprozess, beauftragt Gutachter*innen und sorgt dafür, dass der Prozess kontinuierlich voranschreitet. Das Kernteam ist in der Regel ebenfalls Teil des Entwicklungsteams.

Entwicklungsteam (Fakultät) – Studiengangsentwurf Das Entwicklungsteam – in der Regel eine Gruppe von 6-8 Personen, in der möglichst viele Perspektiven auf den Studiengang vertreten sind – entwirft ein neues oder verändertes Curriculum. Es (re)formuliert die Studiengangsziele und das Absolvent*innenprofil, trifft neue curriculare Designentscheidungen und konzipiert den Studienverlaufsplan.

Studiengangsteam / Lehrende – Resonanz- und Abstimmungsebene
Das Studiengangsteam bringt die Perspektiven aller Lehrenden ein. Es reflektiert und diskutiert Zwischenergebnisse des Entwicklungsteams, gibt Rückmeldungen zu Entwürfen und stimmt zentrale curriculare Entscheidungen ab. So wird sichergestellt, dass unterschiedliche Perspektiven frühzeitig in den Entwicklungsprozess einfließen und die gemeinsam entwickelten Konzepte von allen mitgetragen werden, die sie später umsetzen.

ZLE-Team – Prozessberatung und Moderation
Das Zentrum für Lehrentwicklung (ZLE) begleitet die Curriculumwerkstatt mit hochschuldidaktischer Expertise. Es berät zu kompetenzorientierter Curriculumentwicklung, gestaltet und moderiert Workshops und unterstützt bei der (Neu)Konzipierung von Modulen.

Meilenstein 1: Von der Studiengangidee zum Absolvent*innenprofil

Am Anfang steht eine Idee für einen Studiengang. Diese Idee wird in der Beschreibung des Studiengangsziels explizit: Auf welche aktuellen und absehbaren Bedarfe von Gesellschaft, Wissenschaft, Arbeitswelt und potenziellen Studierenden ist der Studiengang eine Antwort? Dazu passend wird das Absolvent*innenprofil entwickelt, das beschreibt, was die Studierenden am Ende des Studiums können werden. Ein Absolvent*innenprofil ist das übergeordnete Learning Outcome eines Studiengangs. Es listet nicht die im Studium behandelten Inhalte auf, sondern beschreibt die Kompetenzen, die Absolvent*innen im Studium entwickeln.

Ein Absolvent*innenprofil wird in der Regel von den Personen formuliert, die in diesem Studiengang maßgeblich lehren werden. Darüber hinaus ist es wichtig, weitere Stakeholder wie spätere Arbeitgeber*innen, Berufsverbände und Studierende beim Formulieren des Absolvent*innenprofils einzubeziehen, sie nach ihrer Perspektive zu befragen und diese mit den eigenen disziplinären Vorstellungen zusammenzuführen.

Dazu werden zunächst zentrale Anforderungsbereiche identifiziert: Welche Gegenstände, Fragestellungen und Herausforderungen stehen im Zentrum des Studiengangs?
Daraus werden Handlungsfelder abgeleitet. Sie beschreiben keine konkreten Berufsfelder, sondern bündeln die in einem Berufsfeld charakteristischen Denk- und Handlungsweisen bzw. Kernpraktiken zur Bearbeitung bzw. Gestaltung relevanter Gegenstände, Fragestellungen und Herausforderungen. 

Anschließend werden die Kompetenzen formuliert, die Absolvent*innen benötigen, um diese Kernpraktiken fachlich fundiert, selbstständig und verantwortungsvoll ausführen zu können.

Die dafür erforderlichen disziplinspezifischen Wissensbestände, Theorien und Methoden bilden die fachliche Grundlage.

Beispiele

Anforderungsbereiche & Beitrag der Disziplin:
Im Zentrum stehen komplexe Anforderungen an die Planung, Gestaltung und Weiterentwicklung der gebauten Umwelt. Architektur leistet dazu einen spezifischen Beitrag, indem sie räumliche, gestalterische, technische, ökologische, soziale und ökonomische Anforderungen integriert und daraus lebenswerte, funktionale, gestalterisch und technisch qualitätsvolle sowie zukunftsfähige räumliche Lösungen entwickelt.

Handlungsfelder / Kernpraktiken:
Architekt*innen analysieren, entwerfen, planen, bewerten und realisieren.

Kompetenzen:
Absolvent*innen können komplexe Anforderungen analysieren, daraus Entwurfskriterien ableiten, Lösungsansätze entwickeln und abwägen, Entwurfs- und Planungsentscheidungen fachlich begründen sowie deren Auswirkungen beurteilen und Entwürfe weiterentwickeln. Sie können inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit aktiv und konstruktiv mitgestalten.  

Disziplinspezifische Wissensbestände:
Theorien und Methoden, z. B. aus den Lehrgebieten Entwurf, Baukonstruktion, Architekturgeschichte, Städtebau und Tragwerkslehre.

Anforderungsbereiche & Beitrag der Disziplin:
Im Zentrum stehen räumliche Strukturen und Prozesse sowie komplexe Mensch-Umwelt-Beziehungen. Geographie trägt dazu bei, gesellschaftliche Wirklichkeit in ihrer Räumlichkeit zu verstehen, unterschiedliche räumliche Erfahrungen und Bedeutungen sichtbar zu machen, räumliche Macht- und Ungleichheitsverhältnisse kritisch zu reflektieren und gesellschaftliche Transformationen kontextsensibel mitzugestalten.

Handlungsfelder / Kernpraktiken:
Geograph*innen untersuchen, analysieren, erklären, interpretieren, modellieren, bewerten und gestalten räumliche Phänomene und Entwicklungen.

Kompetenzen:
Absolvent*innen können räumliche Fragestellungen entwickeln, geeignete Daten erheben und auswerten, räumliche Strukturen und Prozesse auf unterschiedlichen Maßstabsebenen analysieren, hinterfragen und erklären, natur- und sozialwissenschaftliche Perspektiven aufeinander beziehen, Entwicklungen modellieren sowie unterschiedliche Erklärungen und Handlungsoptionen begründet beurteilen.

Disziplinspezifische Wissensbestände:
Theorien und Methoden z. B. aus Humangeographie, Physischer Geographie, Mensch-Umwelt-Forschung, Geoinformatik, Kartographie und empirischer Sozialforschung.

Meilenstein 2: Modulmatrix bestimmen

Aus den im Absolvent*innenprofil beschriebenen Anforderungsbereichen, Handlungsfeldern und Kompetenzen wird die Struktur des Curriculums entwickelt.

Module werden im Studienverlauf so angeordnet, dass die im Absolvent*innenprofil formulierten Kompetenzen schrittweise entwickelt werden können. Dabei werden Fach- und Handlungslogik miteinander verbunden: Studierende erwerben disziplinspezifisches Wissen, Theorien und Methoden nicht isoliert, sondern lernen, diese für die Bearbeitung charakteristischer Anforderungen und fachlicher Kernpraktiken zu nutzen. So entsteht curriculare Kohärenz: Die einzelnen Module stehen nicht unverbunden nebeneinander, sondern leisten aufeinander abgestimmte Beiträge zur Entwicklung des Absolvent*innenprofils.

Für die Modulmatrix stellen sich damit insbesondere folgende Fragen:
Auf welche Handlungsfelder zahlen die Module jeweils ein?
Welche Kompetenzen werden in den Modulen entwickelt? Dabei können Module sowohl auf einzelne Handlungsfelder und Kompetenzen zugeschnitten sein als auch auf mehrere. Das ist beispielsweise bei Modulen, in denen Projekte oder andere komplexe Aufgabenstellungen bearbeitet werden, häufig der Fall.

Meilenstein 3: Lernen und Prüfen im Curriculum – Veranstaltungskonzeption

Innerhalb der Module werden Learning Outcomes, Lehr-Lern-Aktivitäten und Prüfungen nach dem Prinzip des Constructive Alignment aufeinander abgestimmt. Die Learning Outcomes beschreiben, welche Kompetenzen Studierende im jeweiligen Modul entwickeln sollen. Lehr-Lern-Aktivitäten schaffen Gelegenheiten für diese Kompetenzentwicklung, während Prüfungen erfassen, inwiefern diese Kompetenzen tatsächlich entwickelt wurden.

Um erfolgreich zu studieren, müssen Prüfungen bestanden werden. Daher haben Prüfungen einen besonderen Einfluss auf das Lernverhalten der Studierenden. Sie bestimmen wesentlich mit, worauf Studierende ihre Aufmerksamkeit richten und wie sie sich mit den Lerngegenständen auseinandersetzen. Prüfungsaufgaben sollten deshalb möglichst die Denk- und Handlungsweisen aufgreifen, die mit den Learning Outcomes angestrebt und im Modul eingeübt werden. So unterstützen Lehren, Lernen und Prüfen gemeinsam die angestrebte Kompetenzentwicklung.

Meilenstein 4: Lehr- und Prüfungsorganisation sowie Reality Check

Nachdem das Curriculum inhaltlich entwickelt und die Module sowie Lehr-, Lern- und Prüfungsformen aufeinander abgestimmt wurden, richtet sich der Blick auf die konkrete Umsetzung des Studiengangs. Die für das jeweilige Akkreditierungsverfahren notwendigen Dokumente werden zusammengestellt und Kapazitäts- und Ressourcenplanung sowie das Prüfungsmanagement konkretisiert. Dabei kann deutlich werden, dass für einzelne Bereiche (noch) Expertise fehlt oder sich die Beiträge einzelner Lehrender zum Studiengang verändern. In diesem Fall werden im Rahmen der Curriculumwerkstatt gemeinsam Lösungen für eine tragfähige Umsetzung entwickelt.

Jährliches Curriculum Review – kontinuierliche Weiterentwicklung

Nach der erfolgreichen (Re)Akkreditierung des Studiengangs erfolgt die Qualitätssicherung durch ein jährliches Curriculum Review. Hier betrachten die Lehrenden den Studiengang regelmäßig als Ganzes: Erreichen wir die Ziele, die wir uns gesetzt haben? Funktioniert der geplante Kompetenzaufbau? Wo erleben Studierende Brüche, Überlastungen oder unnötige Wiederholungen? Und haben sich Anforderungen verändert, auf die der Studiengang reagieren sollte?

Grundlage des Reviews sind unterschiedliche Daten und Perspektiven – beispielsweise Studierendenfeedback, Kennzahlen zum Studienverlauf, Prüfungsergebnisse sowie systematische Beobachtungen der Lehrenden im SoTL-Format. Die Perspektive der Studierenden ist dabei besonders wichtig, weil sie das Zusammenspiel der Module, Lerngelegenheiten und Anforderungen über den gesamten Studienverlauf erleben. Das jährliche Curriculum Review dient der systematischen dialogischen Reflexion aller Studiengänge zur kontinuierlichen Verbesserung von Lehre und Studium. Im gemeinsamen Austausch werden Stärken und Veränderungsbedarfe sichtbar und konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung des Curriculums abgeleitet.

Curriculumentwicklung als co-kreativer Designprozess

Die (Weiter)Entwicklung eines Curriculums lässt sich als Designprozess verstehen: Nicht alle Entscheidungen werden zu Beginn getroffen. Vielmehr wechseln sich Phasen des Öffnens und Erkundens mit Phasen des Fokussierens und Entscheidens ab. Das Double-Diamond-Modell (Design Council, 2026) macht diese Logik sichtbar: Zunächst werden unterschiedliche Perspektiven, Bedarfe und Anforderungen gesammelt und zu einem gemeinsamen Zielbild verdichtet. Darauf aufbauend werden unterschiedliche curriculare Lösungen entwickelt, geprüft und schließlich zu einem umsetzbaren Studiengangsdesign konkretisiert.
Mit dieser Logik lassen sich die einzelnen Schritte von Curriculumwerkstätten methodisch systematisch planen.

Abb. Curriculumwerkstatt im Double Diamond Prozess

Leitfragen für die Curriculumentwicklung

  • Wozu qualifiziert der Studiengang?
  • Welchen spezifischen Beitrag sollen Absolvent*innen mit ihrer akademischen Qualifikation leisten können?
  • Welche Gegenstände, Fragestellungen und Herausforderungen stehen im Zentrum des Studiengangs? Welchen spezifischen Beitrag leistet bzw. leisten die Disziplin(en) zu deren Erkenntnis, Bearbeitung oder Gestaltung?
  • Welche Handlungsfelder prägen die fachliche Praxis? Welche charakteristischen Denk- und Handlungsweisen bzw. Kernpraktiken sind erforderlich, um den spezifischen Beitrag des Faches zu leisten?
  • Was müssen Absolvent*innen konkret können, um in diesen Handlungsfeldern fachlich fundiert, selbstständig und verantwortungsvoll zu handeln?
  • Welche disziplinspezifischen Wissensbestände, Theorien und Methoden benötigen sie dafür?
  • Welche Module können welchen Handlungsfeldern zugeordnet werden?
  • Welche Module zahlen auf welche Kompetenzen ein?
  • Wie kann das modulbezogene Learning Outcome eindeutig formuliert werden?
  • Welche Taxonomiestufe (Bloom, 1973) soll mit dem Learning Outcome adressiert werden?
  • Passt die Prüfung zum Modulziel?
  • Passt der Workload zum angestrebten Learning Outcome und den dazu notwendigen Lernaktivitäten?
  • Ermöglicht das gewählte Lehr-Lern-Format das Erreichen des definierten Learning Outcomes?
  • Finden sich die im Absolvent*innenprofil aufgeführten Ziele im Curriculum wieder?
  • Stimmt die Gewichtung der adressierten Kompetenzen? 
  • Ist der rote Faden erkennbar? Bauen die Module aufeinander auf (gibt es z.B. Verweise in den Modulbeschreibungen)?
  • Passen die Prüfungsformen zu den Modulzielen und variieren die Prüfungsformate?
  • Ist die Studierbarkeit gewährleistet (z. B. wie viele Projekte liegen in einem Semester, wie viele Prüfungen sind wie im Semesterverlauf verteilt)?
  • Wo zeigen sich unnötige Redundanzen? Wo sind Wiederholungen wichtig und sollten eingeplant werden?
  • Sind die Kriterien für Studiengänge der TH Köln berücksichtigt? (TH Köln, 2026b)
  • Was bedeutet der Aufbau des Studiengangs für die beteiligten Lehrenden? Ist ihre Expertise notwendig und sinnvoll berücksichtigt? Sind die notwendigen Kapazitäten vorhanden? Muss neue Expertise entwickelt oder durch weitere Lehrende bereitgestellt werden? Wie kann das erfolgen?
  • In welchem Ausmaß werden die intendierten Ziele erreicht?
  • Wie hoch ist die Erfolgsquote? Wie hoch ist die Absolvent*innenquote? Wie viele Studierende können den Studiengang in Regelstudienzeit absolvieren?
  • Womit haben die Studierenden Schwierigkeiten und warum?
  • Welche Module und Lehrveranstaltungen fallen als kritisch auf? Womit ist das belegbar?
  • Welche Module sollten verändert werden? Wer sollte mit eigenen Ideen daran beteiligt werden?
  • Werden im Studiengang tatsächlich die definierten Kompetenzen adressiert? Wie ist das feststellbar?
  • Wie hoch ist die Abbruchquote und was ist über den Verbleib der Studierenden bekannt?
  • Sind die intendierten Ziele noch die passenden? Oder gibt es neue Erkenntnisse oder Ansprüche aus der Hochschule, der Wissenschaft oder aus der Praxis, die es zu berücksichtigen gilt?
  • Wie werden die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten im Studiengangentwicklungsprozess geklärt? Wer übernimmt welche Rollen und Aufgaben?
  • Besteht Transparenz darüber, welche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und welche Gestaltungspielräume vorhanden sind?
  • Wie erfolgt die Diskussion und Abstimmung von Konzepten, Strategien, Arbeits- und Entscheidungsverfahren?
  • Wer ist wann von wem worüber zu informieren?
  • Wo und von wem werden Informationen gesichert bzw. dokumentiert?

Downloads

Alle relevanten Vorlagen finden Sie in aktueller Version auf den Seiten „Studiengangentwicklung“ / des Hochschulreferats Qualitätsmanagement hier. (TH Köln, 2026a)

Literatur

Header-Bild: AdobeStock, Nr. 2186635473, Artist: Leo

  • Susanne Gotzen

    Susanne Gotzen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum für Lehrentwicklung der TH Köln, machte eigene Schritte zur Lehrentwicklung in ihrer Ausbildung zur Lehrerin (1. und 2. Staatsexamen) und in Lehrveranstaltungen für Lehramtsstudierende und publiziert hochschuldidaktische Artikel.

  • Antonia Wunderlich

    Dr. Antonia Wunderlich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Lehrentwicklung der Technischen Hochschule Köln. Sie leitet das Neuberufenenprogramm der TH Köln und bietet Coaching und Beratung zu hochschuldidaktischen Themen an.

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