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Kompakte Lehrimpulse: KI-Skills fördern

Hochschullehre befindet sich im Wandel: Generative KI-Systeme verändern wissenschaftliches Arbeiten, Prüfungsformate und Kompetenzanforderungen in rasantem Tempo. Als Lehrende sind Sie gefordert, Studierende nicht nur technisch, sondern reflexiv und handlungsfähig im Umgang mit KI auszubilden. Studierende sollen befähigt werden, KI-Systeme kritisch, produktiv und verantwortungsvoll zu nutzen. Genau hier setzen wir mit den Lehrimpulsen an: leicht adaptierbare, kombinierbare und praxisnahe einstündige Unterrichtseinheiten.

Kurz erklärt: Lehrimpulse zum Aufbau von KI-Kompetenzen

Studierende sollen in Studiengängen komplexe Handlungskompetenzen erwerben. Diese Handlungskompetenzen werden zunehmend durch KI-Technologien beeinflusst.

KI kann dabei einerseits neue Erkenntnismethoden eröffnen und produktivere Arbeitsweisen durch vielfältig einsatzbare KI-Modelle ermöglichen. Andererseits ermöglicht es KI jedoch auch, bei eigentlich gut angelegten Kompetenzentwicklungsansätzen Lernprozesse zu „shortcuten“ und Anforderungen zu umgehen. Lernanlässe bleiben ungenutzt. KI offenbart und verstärkt darüber hinaus bereits zuvor bestehende strukturelle Schwächen didaktischer Konzepte und in der Kompetenzentwicklung.

Aufgrund der Auswirkungen neuer KI-Technologien müssen KI-Kompetenzen daher explizit und systematisch entwickelt werden, denn KI-gestützte Werkzeuge werden von Studierenden bereits flächendeckend genutzt. KI-Kompetenzen sind die Voraussetzung, um fachliche Handlungsfähigkeit, fachliche Qualität und gute wissenschaftliche Praxis in einer KI-geprägten Hochschullehre zu sichern. Verschiedene KI-Kompetenzrahmen (z. B. des Stifterverbands) adressieren diese Spannungsfelder über definierte Kompetenzbereiche.

Die Vermittlung von KI-Kompetenzen stellt Lehrende häufig vor die Herausforderung, geeignete KI-Tools in relevanten Anwendungsfällen im Studium und späteren Berufsleben der Studierenden zu integrieren. Gleichzeitig fehlt es vielfach an strukturierten, sofort einsetzbaren und didaktisch tragfähigen Formaten. Unsere 60-minütigen Lehrimpulse bieten einen Einstieg, um KI-Kompetenzen niedrigschwellig in der Lehrentwicklung zu verankern. Zusätzlich zu den untenstehenden Lehrimpulsen ist die Veröffentlichung dreier weiterer Lehrimpulse im April geplant.

Überblick über die einzelnen Lehrimpulse

Lehrimpuls #1: Forschungsfragen mit THKI Chat entwickeln

Befähigen Sie Studierende im Dialog mit dem hochschulweiten KI-Interface THKI Chat je nach Kontext ihrer Lehrveranstaltung eine Forschungsfrage (z.B. für ein Projekt oder eine Hausarbeit) zu entwickeln und so den systematischen Umgang mit großen KI-Sprachmodellen im Forschungskontext zu erlernen.

 

Lehrimpuls #2: Textdokumente mit THKI Chat weiterverarbeiten

Mithilfen dieses Lehrimpulses erlernen Studierende, wie sie mit Textmaterialien arbeiten, die sie selbst verantworten oder bereitstellen – etwa eigene Entwürfe, Seminararbeiten oder freigegebene Textdokumente wie PDFs oder Word-Dateien – und dabei bewusst auf einen sachgerechten, datenschutzkonformen und urheberrechtskonformen Umgang mit Texten achten.

 

Lehrimpuls #3: Arbeitsweisen kritisch reflektieren mit THKI Chat

Vermitteln Sie ihren Studierenden, wie sie KI-Tools wie THKI Chat gezielt und effektiv einsetzen, um das eigene Bearbeiten von Aufgaben, sowie das Anwenden von Methodiken und Herangehensweisen im wissenschaftlichen Arbeiten kritisch zu reflektieren, zu strukturieren und anzupassen.

Empfehlungen / Hinweise für die Praxis

Die Lehrimpulse können hinaus untereinander kombiniert werden, um z.B. zu vermitteln, wie bestimmte Arbeitsprozesse über den Einsatz von KI-Systemen unterstützt, erweitert und effizienter gestaltet werden können. 

Außerdem kann jeder einzelne Lehrimpuls hinsichtlich des Ablaufs, der Dauer und der Zielstellung variiert und mit didaktischen Methoden erweitert werden.

Hinweise zu Verknüpfungsmöglichkeiten, Variationen und Erweiterungen finden Sie auf den Lehrpfade-Artikeln der einzelnen Lehrimpulse sowie auf den zum Download bereitgestellten PDF-Dokumenten.

Header-Bild: Generiert mit Hilfe von Adobe Firefly

  • Julius Förster ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Lehrentwicklung und der Akadamie für Wissenschaftliche Weiterbildung der TH Köln und beschäftigt sich dort der Einbindung von KI in Lehrveranstaltung, der Vermittlung von KI-Kompetenzen und dem Themenkomplex Future Skills.

  • Dirk Heuvemann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der digitalen Lehre mit den Schwerpunkten Künstliche Intelligenz und E-Assessment am Zentrum für Lehrentwicklung (ZLE) der TH Köln. Seit 2019 beschäftigt er sich mit KI-Themen aus medientheoretischer und -didaktischer Perspektive und fragt nach den Auswirkungen neuer Technologien im digitalen Bildungsökosystem

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